Patronen-Entwicklung leicht gemacht?

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3 Antworten

  1. Sven Meier sagt:

    Kompliment zum gelungenen Artikel!

    Ich wiege noch die Geschosse aus und sortiere diese nach Gewicht auf 1grn, so dass gleiche Lose entstehen.
    Wenn man seine Patronen selbst anfertigt, das L6 Mass optimiert und den Aufwand der Gruppenermittlung betreibt, sollte man für einen gleichmässigen Auszugswiderstand, meiner Meinung nach, die Hülsenhälse noch auf ein gleichmässiges Mass abdrehen.
    Dies finde ich einen zu vertretenden zusätzlicher Aufwand und ist ja nur bei neuen Hülsen erforderlich.

    Wünsche gut Schuss
    Sven

  2. Thorsten von Reden sagt:

    Hallo…, mit Interesse lese ich aus Deutschland ihre Artikel und finde darin für mich viele nützliche und hilfreiche Informationen rund ums Wiederladen und Long Range Schießen. Zu ihrem Artikel “Patronen-Entwicklung leicht gemacht” habe ich aber nun eine Frage… In dem Artikel empfehlen sie den Gebrauch des “Berger Twist Rate Kalkulators” um das passende Geschoss zum Drall zu ermitteln. Ich habe diesen auch benützt, neben dem von “JBM Ballistics” Kalkulator “Stability” (www.jbmballistics.com). Was mir dazu auffiel ist dass beide Programme das gleiche Geschoss sehr unterschiedlich bewerten bezüglich ob es zum Drall passt. Obwohl vollkommen gleiche Daten eingegeben werden. Naja manchmal wird von einem Kalkulator andere Daten abgefragt für die Berechnung als von Anderen. Man sollte aber doch meinen dass das Ergebnis nicht so stark abweicht wie es teilweise der Fall ist. Auffallend sind die Differenzen besonders bei Geschossen die eine Plastikspitze haben… (auffallend hier dass das JBM Ballistics Programm “Stability” hier die Länge einer evtl. vorhandenen Plastikspitze abfragt) Ich vermute deshalb hier den Grund für die großen Abweichungen… trotzdem stellt sich nun für mich die Frage welches Programm den nun “Recht” hat. Vielleicht können Sie mir dazu weiter helfen? Gruß Thorsten

    • Alfred sagt:

      Hallo Thorsten
      herzlichen Dank für diesen sehr interessanten Input, ich habe mir das Ganze selbst mal angeschaut.
      Unser Ziel ist es ja, einen Stabilitätsfaktor von mindesten 1.5 zu erreichen! Habe dann mit dem 168gr TMK von Sierra gerechnet (820m/s, 33.8mm Gesamtlänge, 5mm Spitzenlänge, 760müM. resp. 920mbar und 1:12″). Komme auf folgende Resultate ohne Berücksichtigung der Plastikspitze: Berger: 1.46 und JBM 1.45. Beide also fast gut und sehr Nahe zusammen. Nun das JBM mit Berücksichtigung Spitze 1.96. Spiele ich nun mit dem Berger, kommt der gleiche Wert bei einer Geschosslänge von 30.5, will heissen JBM rechnet rund 2/3 der Plastik-Spitze der Gesamtlänge ab. JBM geht davon aus, dass alle Geschosse ausser die mit Plastikspitzen gleich aufgebaut, also Vollmantelgeschosse sind. Berger geht davon aus dass alle Geschosse gleichförmig aufgebaut sind. Beide rechnen grundsätzlich mit der “Miller Twist Rule”, auch einem vereinfachten Modell zur Abschätzung. So gut so weit.
      Erste Überlegung: Ich möchte absolut sicher sein um die 1.5 oder mehr zu haben, der Wert kann aber auch 2 oder 3 sein.
      Zweite Überlegung: Wenn man den Aufbau eines OTM-Geschosses (offene Spitze) anschaut ist dahinter ein z.T. grösser Hohlraum, der ebenfalls zur Verlagerung des Schwerpunktes des Geschosses nach hinten führen würde, analog einer Kunststoffspitze. Fazit daraus – ja JBM geht einen Schritt weiter, der durchaus interessant ist aber auch dies ist nur ein grobes Modell. Berger bleibt hier einfach, nimmt grundsätzlich ein “Vollgeschoss” an. Damit ist der Wert nicht falsch aber auf der sicheren Seite.
      Du kannst also für alle Geschosse, die vorne etwas leichter sind einen kleinen Korrekturwert annehmen, und mit JBM sogar ansatzweise quantifizieren. Schön ist, dass du mit verschiedenen Kalkulatoren gespielt und damit einen Wissenszugewinn erreicht hast. Besten Dank.
      Alfred

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